Heraus zum revolutionären 1. Mai! Für die soziale Revolution!

Der erste Mai steht vor der Tür. Wir veröffentlichen an dieser Stelle unseren Aufruf zu den Aktivitäten rund um den 1. Mai

„Es gibt so viel Potential, das vergudet wird. Eine ganze Generation zapt Benzin, räumt Tische ab oder schufter als Schreibtischsklaven. Durch die Werbung sind wir heiß auf Klamotten, Handys und Autos, machen Jobs, die wir hassen und kaufen dann scheiße, die wir nicht brauchen. Unsere Beziehungen sind von Egoismus, Abgrenzung und persönlichem Vorteil geprägt und Frauen werden zu Sexobjekten und Hausfrauen reduziert. Wir werden durch das Fernsehen aufgezogen in dem Glauben, dass wir alle irgendwann mal Millionäre werden, oder wenigstens mehr haben als unser Nachbar.

Das wollen wir aber nicht.
Wir sind kurz, ganz kurz vorm Ausrasten!“

Stell dir vor, wir leben in einer Welt ohne Zwänge und wirtschaftlicher Not. Die gesellschaftlichen Belange werden gemeinsam organisiert – wie wir leben und was wir vollbringen liegt in unseren Händen – dabei bestimmt Solidarität, Kollektivität und der Respekt von jeder/jedem Einzelnen unser Denken und Handeln! Geld, Leistungsterror und Konkurrenzkampf haben wir hinter uns gelassen, so dass alle haben was sie brauchen und niemand hungern oder frieren muss. Stell dir vor, wir leben in einer Welt, weitab von Ausbeutung und Unterdrückung.

So wie es ist…

In Spanien beträgt die Jugendarbeitslosigkeit über 50%, in Griechenland herrscht Hunger, die Selbstmordrate ist um 650% gestiegen und faschistische Gruppen, die vom Staat gestützt werden, terrorisieren die Bevölkerung, während die Troika – allen voran die Herrschenden der BRD – von der Armut des Landes profitiert.

Weltweit verhungern Tag für Tag abertausende Menschen während es eine Überproduktion an Lebensmittel gibt, die einfach im Meer versenkt werden. In Kriegen, die oftmals Ausdruck von gegensätzlichen Interessen zwischen imperialistischen Mächten sind, um wirtschaftliche und strategische Interessen zu „verteidigen“, werden Tag für Tag Menschen getötet und die Kriege dann hämisch als Friedensmissionen bezeichnet. Aktuelle Beispiele dafür sind Syrien oder die Ukraine. Und wenn die Menschen nicht dem Krieg zum Opfer fallen und flüchten können dann werden sie in Europa mit einer rassistisch Flüchlingspolitik konfrontiert oder einfach im Meer zum sterben zurückgelassen.

Während dieser Wahnsinn sich Tag für Tag reproduziert wird uns eingetrichtert, dass es zur jetzigen Situation keine Alternative gibt, dass das „Ende der Geschichte“ erreicht sei. Dabei bleibt zwar nicht unerwähnt, dass es „Rezessionen“ oder „Krisen“ gibt und dass man vieles verbessern könne, aber letztlich wird uns eingeredet, dass es uns doch gut gehe.

Die BRD gilt dabei als Gewinner dieser Krisen, aber bei näherem Hinschauen wird klar wer hier wirklich zu den Gewinnern zählt:
Produktionen werden in andere Länder verlagert, in denen noch niedrigere Löhne gezahlt werden und miesere Arbeitsbedigungen herrschen. Aber auch hier wird der Niedriglohnsektor beständig ausgebaut und sichere Arbeitsverhältnisse werden künftig nur noch Privilegierten zugestanden, während immer mehr sich in Leiharbeitsverhältnissen oder Werkverträgen wiederfinden werden. Dazu kommt, dass die private Reproduktionsarbeit nach wie vor kostenlos geschieht: Kindererziehung, das kümmern um die Familie, genauso wie die Pflege der Älteren wird zur Privatsache deklariert, während die „Ergebnisse“ gesellschaftlich genutzt werden. Und nach wie vor verdienen Frauen im Schnitt ca. 22% weniger als Männer.

Dabei sinkt der Reallohn, steigen die Nebenkosten und Lebensmittelpreise beständig weiter, Menschen werden aus ihren Wohnungen zu Gunsten von teureren Wohnungen verdrängt, Zweitjobs sind schon mehr als Normalität und die Arbeitslosigkeit wächst. Und mit der Drohung der Krise im Rücken werden auch noch Lohnkürzungen, Kurzarbeit oder gar der Lohnverzicht in Kauf genommen – aus Angst den Job zu verlieren.
Gleichzeitig werden Gewinne maximiert, die Produktion hochgefahren und z.B. dem VW-Chef Martin Winterkorn knapp 16 Millionen Euro im Jahr hinterhergeschmissen oder dem Daimler Chef Zetsche knapp 39 Millionen Euro Rente zugesichert.
Es wird dann doch recht deutlich wer hier zu den Gewinnern zählt und wer nicht.

… kann es nicht bleiben

Dort wo sich die Krisensymptome verschärft zeigen, verstärkt sich die Repression gegen fortschrittliche Kräfte und/oder faschistische Organisationen werden zunehmend stärker, setzen sich entweder an die Spitze des Protests oder bekämpfen diesen auf vehementeste Art und Weise. Beispiele hierfür sind die faschistischen Mobilmachungen in der Ukraine, Ungarn und Griechenland. Doch auch in der BRD werden rassistische Voruteile bewusst geschürt. Sich gemäßigt gebende Parteien wie die Alternative für Deutschland (AfD), die Pro Deutschland Bewegungen, und nicht zuletzt offen faschistische Parteien wie die NPD schüren ein rassistisches Klima und tragen ihren Teil zu einem Rechtsruck bei, der sich in Kampagnen wie die der CSU ausdrückt: „Wer betrügt, der fliegt“. Beiträge wie von Sarrazin und Özdemir, die aus dem Kreis der „etablierten Parteien“ kommen, geben dem Ganzen dann noch einen seriösen Tatsch und tragen zu einer Verbreiterung der Debatte bei. Welche Auswirkungen ein solches Klima haben kann zeigt sich in Angriffen auf Flüchtlingsheime oder in staatlich finanziertem und organisierten faschistischen Terror wie dem NSU in der BRD oder eben den Paramilitärs in Griechenland, Ungarn oder der Ukraine.

Aber überall auf der Welt gehen Menschen auf die Straße, um ihre Wut über diese Verhältnisse Ausdruck zu verleihen. Aktuelles Beispiel sind die Kämpfe der Menschen in Bosnien, die gegen ihre verschärften Lebensbedingungen und für bessere Verhältnisse nicht nur protestieren, sondern bereits versuchen diese zu schaffen. Aber auch Bewegungen wie Occupy, die Bewegungen in Ägypten und Tunesien, die Kämpfe in Südafrika, Griechenland, Spanien, Portugal, … sind ein Zeichen dafür welches Potential in uns liegt und was wir gemeinsam erreichen können.
Diesen Kämpfen gemeinsam ist das Interesse das Bestehende nicht weiter hinzunehmen, sondern gemeinsam gegen die herrschenden Verhältnisse vorzugehen. Dabei gilt für sie, wie für uns, dass wir nichts zu verlieren haben als unsere Ketten.

Um die Perspektive einer Welt ohne Ausbeutung und Unterdrückung praktisch oder die Möglichkeit dieser Perspektive sichtbar werden zu lassen gehen wir, so wie überall auf der Welt Menschen auf die Straße, um gegen die herrschenden Verhältnisse und für eine klassenlose Gesellschaft zu kämpfen.

Ansatzpunkte hierfür gibt es bereits einige, jetzt gilt es diese auszubauen, selbstorganisierte Strukturen und Initiativen zu schaffen.

Deswegen:
Heraus zum revolutionären 1. Mai 2014!
Für die soziale Revolution!

Zusammen Kämpfen [Berlin, Magdeburg, Stuttgart]
zk-berlin.bplaced.net | www.zusammen-kaempfen.tk | www.zk-stuttgart.tk


Termine zum 1. Mai

Berlin:

Revolutionäre 1. Mai Demo
18 Uhr | Lausitzer Platz
zk-berlin.bplaced.net

Magdeburg:

Revolutionäre 1. Mai Demo
12 Uhr | Alter Markt
www.zusammen-kaempfen.tk

Stuttgart

Montag, 14. April, 19 Uhr:
Aktuelle Situation in Griechenland

Kolchose Ost
Wagenburgstr. 77

Revolutionäre 1. Mai Demo
12 Uhr | Schlossplatz

ab 16 Uhr Fest im Schlampazius
mit Musik, Dia-Show mit Bilder und Videos

ca. 17.30 – 18.30 Uhr: Stadtteilspaziergang

im Anschluss Fest und Live-Musik im Schlampazius
Wagenburgstr. 147
www.zk-stuttgart.tk


Geschichte des 1. Mai

Im Kampf um den 8 Stundentag traten in den USA am 1. Mai 1886 über 340 000 Arbeiter und Arbeiterinnen in den Streik. Einige Tage darauf wurden bei Auseinandersetzungen in Chicago zwischen DemonstrantInnen und der Polizei 7 Polizisten und 8 Arbeiterinnen und Arbeiter bei den sog. Haymarket Riots getötet, sowiet weitere 40 Menschen verletzt. In Erinnerung an die Auseinandersetzungen und an die Kämpfenden in Chicago rief 1889 der Internationale Arbeiter-Kongress den 1. Mai zum „internationalen Feier- und Kampftag der Arbeiterklasse“ aus.

Im Faschismus wurde der 1. Mai zum „Nationalen Tag der Arbeit“ erklärt und die Kampftradition gebrochen. Jedoch wurde nach dem Faschismus der 1. Mai wieder aufgegriffen und seither gehen Jahr für Jahr Menschen aus der ganzen Welt auf die Straße um ihren Interessen Ausdruck zu verleihen.

Heute hat der 1. Mai ein doppeltes Gesicht. Auf der einen Seite wird er von den Gewerkschaften und reformistischen Linken als Feiertag begangen und seiner kämpferischen Tradition beraubt, andererseits gehen auch heute noch Jahr für Jahr Menschen auf die Straße und verbinden mit dem 1. Mai mehr als nur ein Kampf um ökonomische Verbesserungen, sondern verbinden mit diesem Tag die Perspektive einer Welt ohne Ausbeutung und Unterdrückung.



Den Antifaschistischen Selbstschutz organisieren

Die jährlich stattfindenden Nazi-Großaufmärsche in Magdeburg, die zahlreichen kleineren Demos überall in der Republik, genauso wie die unheilige Allianz von Rechtspopulisten mit „BürgerInnen“ und FaschistInnen zu verschiedenen populistischen Themen und den damit verbundenen „Rechtsruck“ in gesellschaftlichen Diskursen machen uns gerade im Zusammenhang mit der Krise klar, dass die Losung des Antifaschistischen Selbstschutz wichtiger denn je ist.

Neben der alltäglichen antifaschistischen Arbeit ist es aber auch notwendig große symbolische Aktivitäten der Faschisten, wie den Naziaufmarsch in Magdeburg, – genauso wie die der Rechtspopulisten – zu verhindern.

Achtet auf Ankündigungen und beteiligt euch an den antifaschistischen Protesten in Magdeburg 2015!



Kapitalismus heißt Krieg
– von 1914 über 1999 bis 2014 -

Am 1. August 1914 begann der 1. Weltkrieg und hat eine kriegerische Kontinuität Deutschlands bis heute fortgeführt. In diesem Jahr jährt sich der Beginn des 1. Weltkriegs zum 100. mal, genauso wie sich der NATO-Krieg in Jugoslawien zum 15. mal jährt. Jugoslawien war der erste „Angriffskrieg“ nach dem 2. Weltkrieg bei dem sich die BRD aktiv beteiligte.

Unbeschreibliches Elend, unzählige Verletzte und Tote – dies alles ist die Kriegs-Realität, die sich bis heute durchzieht. Kriege werden für wirtschaftliche und strategische Interessen geführt. Sie sind ein Bestandteil der kapitalistischen Logik. D.h., dass solange es Kapitalismus geben wird es immer wieder zu Kriegen kommen wird.

Wir sehen es als unsere Aufgabe an den Kampf gegen Krieg mit einer Perspektive eines „grundsätzlich anderem“ zu verbinden. Für uns muss es daher heißen:

Klasse gegen Klasse – Krieg dem Krieg! Kampf dem Kapital bis der Frieden siegt!